Rückwärtsgerichtete Bewegungen
Die rückwärts gerichteten Bewegungen gehören zu den Einzelbewegungen, die für die Prüfung zum Certified-dog-motion-based-specialist wichtig sind, weil wir diese im sportlichen Kontext aktuell sehr häufig in ungünstigen Variationen sehen, die so einer Gesunderhaltung nicht zuträglich sind. Für die Rückwärtsbewegungen benötigt der Hund einen guten und achtsamen Aufbau, weil wir hier sehr schnell Bewegungsmuster etablieren, die den Körper fehlbelasten oder unnötig stark in Beanspruchung nehmen. Hier ist es gerade zu Beginn auch wichtig, dass man genau auf die körperlichen Strukturen und aktuellen Fähigkeiten des Hundes achtet, um den Hund nicht aufgrund von Ermüdung oder Überforderung in ungesunde Bewegungen zu bringen. Die individuelle Betrachtung, der Ausbildungsstand, die körperlichen Strukturen, die Vorerfahrungen und noch vieles mehr beeinflussen natürlich auch die Rückwärtsbewegungen des Hundes, sehr häufig ist es aber der Ausbildungsweg und die Reflexion und Analyse während der Ausbildung, die mit darüber entscheidet, welches Bewegungsbild der Hund in Zukunft zeigt, wenn er rückwärts gehen soll.
Neben den gerade gerichteten Rückwärtsbewegungen, sind Rückwärtsschritte z.B. an der Seite des Menschen, in gebogenen Linien, auf etwas drauf oder von etwas runter und auch auf schrägen Ebenen Teil in Therapie und Training.
Folgende Fragen beschäftigen uns speziell bezüglich der Rückwärtsbewegungen:
- Wie genau soll die Bewegung nach rückwärts aussehen?
- Welche Varianten gibt es?
- Was verursacht eine veränderte Position zum Menschen?
- Wie geht der Hund mit verschiedenen Geschwindigkeiten um?
- Welche Beanspruchungen finden wir mental?
- Was und wie wird körperlich in der Bewegung rückwärts verändert?
- Welche Muskeln sind besonders beteiligt?
- Was braucht der Hund für die Rückwärtsewegungen?
- In welchem Kontext finden wir die Rückwärtsbewegungen?
- Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es im therapeutischen Nutzen?
- Kann die Rückwärtsbewegung trainerisch als Grundbewegung genutzt werden?
- Worauf achten wir in der Beobachtung?
- Was beeinflusst das anstehende Training?
- Sind die Bewegungen als Ausgleich oder Unterstützung geeignet?
- Was ist wenn „vorne und hinten“ nicht im Einklang arbeiten?

